Sozialpädagogik an der Hauptschule

Seit dem Jahr 2010 sind an der NMS, damals noch Hauptschule, Fieberbrunn zwei Sozialpädagogen tätig. Von Anfgang an dabei war Christ Wanko aus Innsbruck (Dipl. Sozialpädagoge, Lebens- und Sozialberater, Suvervisor, ambulanter Mitarbeiter der Kinder- und Jugendhilfe), seit 2014 Astrid Müller aus St. Ulrich (Dipl. Sozialpädagogin, Schulsozialpädagogin, Heilpädagogische Betreuerin).

Mit diesem Projekt, das gemeinsam mit dem Institut für Sozialpädagogik in Stams entwickelt wurde, betrat man in Tirol Neuland. Vom Anfang bis jetzt gab es viele Weiterentwicklungen, mittlerweile kann die Anwesenheit der Schulsozialpädagogen als feste Instanz angesehen werden, die sich sehr gut etabliert hat.

IM Fach "Soziales Lernen" in den ersten und zweiten Klassen arbeiten Astrid und Chris gemeinsam mit den Klassenvorständen und den Schülerinnen und Schülern. Dabei geht es um unterschiedliche Themen, die den Bedürfnissen der jeweiigen Situation angepasst werden. Zur Bearbeitung der Inhalte werden unter anderem die Methoden der Kommuniation, des Spieles, der Reflexion, der Theaterpädagogik und der Erlebnispädagogik eingesetzt.

Zusätzlich sehen sich die Schulsozialpädagogen als Berater von Schülern und Eltern - auch dieses Angebot wird gerne wahrgenommen.

In den letzten Jahren hat sich der Kennenlerntag für die ersten Klassen sehr gut bewährt. Einen ganzen Vormittag lang haben die Schülerinnen und Schüler Zeit, sich sowohl in der Klasse als auch klassenübergreifend durch unterschiedliche Spiel und Aufgaben besser, und von einer anderen Seite, kennen zu lernen.

Vortrag Horst Lehner

Am 31.05.2017 konnte Horst Lehner (Experte für Gewalt- und Mobbingprävention) für einen Vortrag zum Thema „Mobbing unter Kindern und Jugendlichen“ gewonnen werden. Ca. 60 interessierte Zuhörer und Zuhörerinnen folgten den wichtigen, oft genug tot geschwiegenen, Ausführungen zu diesem Thema.

Zum einen ging es in diesem Vortrag darum, ab wann überhaupt von Mobbing gesprochen werden kann und zum anderen, welche Möglichkeiten es gibt, diesen Prozess zu unterbrechen, zu stoppen.

Die Konsequenzen und das Leid der Opfer von physischer, aber auch von psychischer und verbaler Gewalt, wurden ungeschönt aufgezeigt. Horst Lehner las unter anderem den Brief eines 10jährigen Jungen vor, der die Anwesenden nicht nur berührte, sondern auch sehr betroffen machte.

Damit Mobbing überhaupt funktionieren kann, braucht es mehrere Personen. Horst Lehner konnte  den Zuhörern anschaulich darstellen und erklären, wie dieser Prozess funktioniert. Immer wieder wurden während des Vortrages Fragen gestellt, die der Referent sofort beantworten konnte.

Ziel dieser Veranstaltung war, die Gruppendynamik, die hinter Mobbing steht, zu erklären und mehr Sensibilität für dieses brisante Thema zu bekommen.  Die Rückmeldungen der Anwesenden (Großteils Eltern) zu diesem Vortrag, waren durchwegs positiv. 

Themenbeispiele 2. Klassen, Schuljahr 2016/17

Konflikte

Ein Thema, das in den 2. Klassen im Fach SOL behandelt wird, ist „Konflikte“. Fragen wie:

     

  • Was ist ein Konflikt?
  • Wie entsteht ein Konflikt?
  • Wie können Konflikte geregelt werden?

wurden gemeinsam mit den Schülern und Schülerinnen auf unterschiedliche Art und Weise (Placemade-Methode, Theaterpädagogische Übung) erarbeitet.

Teamwork und Kooperation

Teamfähigkeit ist ein wichtiger Bestandteil im (Berufs-)Leben. Spielerisch sollen die Schüler und Schülerinnen erfahren, dass es für die Lösung bestimmter Aufgabenstellungen von Vorteil ist, im Team zu arbeiten.

Aufgabe 1: im Team aus vorgegebenen Materialien (Blätter Papier, Strohhalmen, Klebestreifen) einen Turm zu bauen

Aufgabe 2: im Team einen Tennisball (mithilfe eines Ringes und Fäden) auf ein Flasche zu transportieren

Kennenlerntag 2016

Sozialprojekttag 2012